ProSiebenSat.1 AG schreibt Millionenverlust
04.03.09
Der Münchener Medienkonzern ProSiebenSat.1 AG ist wirtschaftlich in ein schweres Fahrwasser geraten und verbuchte im Jahre 2008 einen Rekordverlust von 129,1 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 35,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Beim Umsatz wurde ein Rückgang von 5,7 Prozent auf 3,05 Milliarden Euro eingefahren. Der geplante Umzug der Sendezentrale des Privatsenders Sat.1 von Berlin nach München soll die Kosten senken und sich positiv auf die Geschäftszahlen auswirken.
Die Schulden der Mediengruppe belaufen sich auf 3,40 Milliarden Euro und dazu hatte vor allem die Übernahme des nordeuropäischen Medienunternehmens SBS beigetragen. Der Kauf des TV-Betreibers wurde über Kredite finanziert und im letzten Jahr hatten die Hauptanteilseigner der ProSiebenSat.1 AG erhebliche Summen aus dem Konzern gezogen wodurch sich die finanzielle Lage verschlechterte. Im Rahmen eines harten Sparkurses wird die Dividende von 1,25 Euro auf 0,02 Euro pro Aktie gesenkt. Beim Fernsehkonzern SBS musste eine Wertminderung von 180 Millionen Euro durchgeführt werden. Aufgrund der hohen Verluste im vergangenen Jahr kann das Unternehmen keine Einschätzung für das laufende Geschäftsjahr geben. Ein Rauswurf aus dem MDAX ist möglich, denn die Aktie ist mittlerweile nur noch 1,19 Euro wert während sich der Aktienkurs im Jahre 2008 noch auf 14 Euro belaufen hatte.



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